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DAS INSTITUT

Leistungen · Coaching · Teams, Leitungen, Fachkräfte

Supervision

Manches muss jemand aushalten, bevor es denkbar wird

  • Drei Stunden

    Regelfall je Sitzung

  • 6 bis 10

    Sitzungen im Erstauftrag

  • Vorgespräch

    kostenfrei, rund eine Stunde

Was ein Team nicht denken kann, muss zuerst jemand aushalten können.

Das Problem mit der üblichen Supervision

Die meisten Teams kennen Supervision als eine Runde, in der jeder erzählt, wie es ihm geht. Es wird geklagt, es wird verstanden, alle nicken, und nach neunzig Minuten geht man auseinander, entlastet für zwei Tage, verändert hat sich nichts.

Das liegt nicht an den Teams. Es liegt daran, dass das Eigentliche gar nicht auf den Tisch kommt. In helfenden Berufen entstehen Gefühle, die man nicht haben darf: Wut auf ein Kind. Erleichterung, wenn eine Familie nicht erscheint. Ohnmacht gegenüber einem Bewohner. Der Wunsch, dass jemand endlich verlegt wird. Diese Regungen werden nicht ausgesprochen, weil sie sich falsch anfühlen und weil man fürchtet, als ungeeignet dazustehen.

Sie verschwinden dadurch nicht. Sie wandern: in Gereiztheit über Dienstpläne, in Zynismus, in harte Entscheidungen über Klienten, in Krankmeldungen, in Fluktuation. Ein Team, das seine schwierigsten Regungen nicht denken kann, agiert sie aus, meist an einer Stelle, die mit dem Ursprung nichts zu tun hat.

Wie ich damit arbeite

Meine Aufgabe in der Supervision ist nicht, Ratschläge zu geben, sondern das Unaussprechliche so lange zu halten, bis daraus etwas Denkbares wird.

In der Fachsprache heißt das Containment, ein Begriff des Psychoanalytikers Wilfred Bion. Er beschreibt etwas, das jeder aus dem Alltag kennt: Ein Kind gerät völlig außer sich. Ein Erwachsener nimmt das auf, gerät nicht selbst außer sich, und gibt es in einer Form zurück, mit der das Kind umgehen kann. Nicht durch Beruhigen, nicht durch Wegerklären, sondern dadurch, dass jemand es ausgehalten hat.

Erwachsene brauchen das genauso, nur merkt es niemand. Ein Team, das eine Woche lang Eskalationen, Vorwürfe und Ohnmacht aufgenommen hat, trägt etwas mit sich herum, das es allein nicht verdauen kann. In der Supervision nehme ich das auf, halte es und gebe es in Worten zurück, mit denen weitergedacht werden kann.

Woran Sie das im Raum merken

Häufig erlebtWie ich es halte
Der Supervisor beruhigt schnell: „Das ist doch völlig normal, das geht allen so.“Ich beruhige nicht vorschnell. Zu schnelle Entlastung nimmt dem Thema den Ernst und dem Team die Chance, es wirklich anzusehen.
Es wird eine Lösung für den Fall gesucht, und alle gehen mit einer Maßnahmenliste raus.Ich löse Ihren Fall nicht. Ich arbeite an dem, was der Fall in Ihnen und zwischen Ihnen auslöst. Dort liegt in der Regel das Eigentliche.
Wird es unangenehm, geht es zum nächsten Punkt.Ich halte Stille und Unbehagen aus. Die wichtigen Sätze kommen fast immer nach einer Pause, die andere überbrücken würden.
Schwierige Gefühle werden übergangen oder moralisch eingeordnet.Ich nehme sie an, ohne sie zu bewerten. Auch Wut auf ein Kind darf hier ausgesprochen werden, gerade sie ist Information, keine Verfehlung.
Am Ende ist die Stimmung besser, aber niemand weiß genau, warum.Am Ende hat das, was vorher unaussprechlich war, einen Namen. Und jeder weiß, was er damit ab morgen tut.

Was das nicht ist

Keine Aussprache am Küchentisch, keine Fallberatung mit Maßnahmenplan und keine Wohlfühlrunde. Containment heißt nicht, dass alles gesagt werden darf und dann stehen bleibt. Es heißt, dass etwas aufgenommen, gehalten und in bearbeitbarer Form zurückgegeben wird. Ohne diesen dritten Schritt ist es nur Ablassen, und das macht ein Team auf Dauer müder, nicht klarer.

Warum ich nicht unter zwei Stunden arbeite

Das ist keine Preisfrage, sondern eine fachliche. In der ersten Stunde kommt, was ohnehin schon besprochen wird: Dienstplan, Absprachen, der Fall, den alle kennen. Das ist wichtig, aber es ist nicht das, wofür Supervision da ist.

Das Eigentliche kommt später: wenn der erste Themenvorrat aufgebraucht ist, wenn eine Pause entstanden ist, die niemand füllt, und wenn jemand merkt, dass hier tatsächlich Zeit ist. Wer nach neunzig Minuten aufhört, verabschiedet das Team regelmäßig genau in dem Moment, in dem es interessant wird.

  • Regelfall: drei Zeitstunden je Sitzung, mit Pause
  • Untergrenze: zwei Zeitstunden. Darunter arbeite ich nicht; die Zeit reicht dann nicht für das, wofür Sie mich holen
  • Turnus: in der Regel alle vier bis acht Wochen, für belastete Felder engmaschiger
  • Erstauftrag: sechs bis zehn Sitzungen, danach gemeinsame Auswertung und Entscheidung über die Fortsetzung

Falls Ihr Träger bislang neunzig Minuten kalkuliert hat: Rechnen Sie lieber größere Abstände als kürzere Sitzungen. Vier Termine à drei Stunden im Jahr bringen mehr als acht à anderthalb.

Die Formate

Alle Formate sind vor Ort und online möglich. Welches passt, klären wir im kostenfreien Vorgespräch. Häufig ist es nicht das, was zuerst angefragt wurde.

Teamsupervision. Ein ganzes Team · drei Stunden · fortlaufend Das häufigste Format. Ob die Leitung teilnimmt, wird zu Beginn ausdrücklich geklärt und nicht stillschweigend entschieden. Beides ist möglich, aber es verändert, was gesagt werden kann.

Fallsupervision. Team oder Gruppe · drei Stunden · fortlaufend oder anlassbezogen Ein Fall steht im Mittelpunkt, aber nicht, um ihn zu lösen. Gearbeitet wird an dem, was er bei den Beteiligten auslöst. Häufig zeigt sich dabei mehr über das eigene System als über die Familie.

Leitungssupervision. Einzeln · zwei Stunden · nach Vereinbarung Für Leitungskräfte und Geschäftsführungen. Der Ort für das, was im eigenen Haus niemandem gesagt werden kann. Ich kenne diese Rolle von innen und rede nicht darum herum.

Gruppensupervision. Fachkräfte aus verschiedenen Häusern · drei Stunden Eine feste Gruppe, die nicht zusammenarbeitet. Niemand muss am nächsten Tag mit den anderen einen Dienstplan teilen. Das macht offener.

Einzelsupervision. Einzeln · zwei Stunden · nach Vereinbarung Für Fachkräfte, die an ihrer professionellen Rolle arbeiten, auch begleitend zu Berufseinstieg oder Rückkehr nach längerer Abwesenheit.

Vertraulichkeit und Auftrag

  • Auftragsklärung: Zu Beginn wird der Dreieckskontrakt zwischen Einrichtung, Team und Supervisor ausdrücklich geklärt: Wer will was, wer erfährt was, und woran würde man merken, dass es sich gelohnt hat
  • Vertraulichkeit: Inhalte bleiben im Raum. Der Auftraggeber erhält auf Wunsch eine Rückmeldung über Themenfelder und Prozessstand, nie über Personen und nie über Beiträge Einzelner. Ohne diese Zusage funktioniert das Format nicht
  • Freiwilligkeit: Angeordnete Supervision funktioniert nicht. Die Teilnahme wird vom Träger ermöglicht, nicht verordnet. Dieser Unterschied wird zu Beginn benannt
  • Vorgespräch: kostenfrei, rund eine Stunde, telefonisch oder online
  • Angebot: Ein individuelles Angebot erhalten Sie nach dem Vorgespräch, abgestimmt auf Format, Umfang, Turnus und Anfahrt. Auf Wunsch als Kontingent über mehrere Sitzungen
  • Online: zu denselben Konditionen wie vor Ort, ohne Reisekosten
  • Absage: bis 48 Stunden vor dem Termin kostenfrei, danach wird die Sitzung berechnet

Supervision, Teamcoaching oder Coaching?

Die Begriffe werden im Alltag durcheinandergeworfen, und oft wird angefragt, was gerade geläufig ist. Der Unterschied liegt nicht im Anspruch, sondern im Auftrag.

SupervisionTeamcoachingCoaching
Gegenstanddie eigene professionelle Rolle und Beziehungdie Zusammenarbeit im Teamein persönliches Anliegen
AusgangspunktBelastung, Unklarheit, Fallein Ziel oder ein Konfliktein Vorhaben
Richtungverstehen und entlastenentwickeln und vereinbarenZiele und Entwicklung
Ergebnisveränderter Blickveränderte Absprachenveränderte Schritte
Auftraggebermeist die Einrichtungmeist die Einrichtungmeist die Person selbst

Was häufig passiert. Eine Einrichtung fragt Teamcoaching an, weil die Zusammenarbeit stockt, und im Vorgespräch zeigt sich, dass ein unbearbeiteter Fall oder eine ungeklärte Leitungsfrage darunter liegt. Dann ist Supervision das Richtige. Genau deshalb ist das Vorgespräch kein Verkaufsgespräch, sondern der erste fachliche Schritt.

Sechs Prinzipien

Aushalten vor Lösen. Was gehalten wird, wird denkbar. Was schnell gelöst wird, kommt in zwei Monaten wieder, mit anderem Etikett.

Annahme des guten Grundes. Auch schwieriges Verhalten hat eine Funktion. Die Frage ist nicht, wer schuld ist, sondern wofür es gut war.

Verlangsamung. Beobachtung geht der Deutung voraus. Mehrere Lesarten bleiben nebeneinander stehen, bevor eine gewählt wird.

Struktur statt Kreisen. Ich arbeite mit strukturierenden Arbeitsblättern und klaren Fragen. Ein Gespräch, das sich im Kreis dreht, ist keine Supervision.

Ansprechen mit Maß. Ich sage, was ich sehe, in einer Form, die tragbar ist. Beides gehört zusammen.

Transfer. Jede Sitzung endet mit etwas Konkretem. Erkenntnis ohne nächsten Schritt verpufft bis Freitag.

In welchen Feldern ich arbeite

  • Kinder- und Jugendhilfe: stationäre Wohngruppen, Kindernotdienste, ambulante Hilfen, Pflegekinderdienste, begleiteter Umgang
  • Pflege: ambulante Dienste, stationäre Einrichtungen, Palliativversorgung
  • Klinik und Gesundheit: Stationsteams, therapeutische Teams, interprofessionelle Zusammenarbeit
  • Bildung und Beratung: Kitas, Schulen in freier Trägerschaft, Beratungsstellen, Familienzentren
  • Leitung: Leitungsrunden, Doppelspitzen, Geschäftsführungen, einzeln und als Gruppe

Wer mit Ihnen arbeitet

Stefanie Hampe, M.A. Sozialarbeiterin mit Masterabschluss und Sozialökonomin, Geschäftsführerin von DAS INSTITUT.

Meine Supervisionspraxis ist über Jahre in Teams entstanden, die zwischen Fachlichkeit und Erschöpfung navigieren, psychoanalytisch und systemisch fundiert, insbesondere im Verständnis von Containment nach Bion. Was das konkret heißt, steht weiter oben: Ich beruhige nicht vorschnell, und ich löse Ihren Fall nicht. Ich halte das, was ein Team allein nicht denken kann, so lange, bis es benennbar wird.

Dass ich selbst Geschäftsführerin bin, ist dabei kein Nebensatz. Ich weiß, wie ein Dienstplan zum Machtinstrument wird, was eine Hilfeplankonferenz mit einem Team macht und wie es ist, eine Entscheidung zu treffen, die einem niemand abnimmt. Sie müssen mir Ihr Feld nicht erklären, bevor wir anfangen können.

Qualifikation

  • M.A. Sozialarbeitswissenschaften, Schwerpunkt Beratung
  • Ausbildung in Mediation
  • Konflikt- und Krisenintervention
  • Langjährige Supervisionspraxis mit Teams und Leitungen in der Sozialwirtschaft
  • Psychoanalytisch und systemisch fundierte Arbeitsweise, insbesondere Containment nach Bion

Kontakt

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