Die meisten Ziele beschreiben eine Tätigkeit und lassen offen, was sich am Ende wirklich verändert. „Die Kommunikation soll besser werden“ ist kein Ziel, sondern eine Absicht. Die wirkungsorientierte Steuerung klärt zuerst, was sich für wen verbessern soll, macht das an wenigen Kennzahlen überprüfbar und richtet die weiteren Schritte an dem aus, was sich tatsächlich bewegt hat.
Von der Absicht zum überprüfbaren Ziel
Am Anfang klären wir gemeinsam mit Ihnen, was das Vorhaben bewirken soll, und trennen die angestrebte Wirkung von den Maßnahmen, mit denen sie erreicht werden soll. Erst wenn feststeht, was sich für wen verbessern soll, lässt sich sinnvoll steuern.
Aus den vielen Anliegen, die in einer Organisation nebeneinander bestehen, bilden wir wenige geordnete Wirkungsziele. Für jedes Ziel halten wir fest, woran sich Fortschritt im Alltag erkennen lässt und welche Daten dafür ohnehin schon vorliegen. Wir prüfen, ob das Ziel tatsächlich im Einflussbereich des Vorhabens liegt, und machen sichtbar, wie die Ziele zusammenhängen: welche Voraussetzung für andere sind und wo sie miteinander in Konflikt geraten. Am Ende steht eine überschaubare, priorisierte Liste, an die sich die weitere Planung anschließen kann.
Damit ist die Arbeit nicht abgeschlossen. Zu vereinbarten Zeitpunkten prüfen wir anhand der vorab bestimmten Kennzahlen, ob sich die Bedingungen tatsächlich verbessert haben. Erhoben werden dabei aggregierte, anonymisierte Struktur- und Prozessdaten; gemessen wird die Qualität der organisationalen Bedingungen, einzelne Personen sind nicht Gegenstand der Messung. Die Ergebnisse sind kein Kontrollinstrument. Sie zeigen, was trägt und wo nachgesteuert werden muss, und bestimmen, woran im nächsten Durchlauf gearbeitet wird.
Reichweite und Ergebnis
Die wirkungsorientierte Steuerung eignet sich überall dort, wo eine Organisation oder ein Vorhaben wissen muss, ob die eigene Arbeit tatsächlich etwas bewegt. Das betrifft geförderte Programme, die ihre Wirkung belegen müssen, ebenso wie Strategieprozesse, Modellvorhaben oder die Zusammenarbeit mehrerer Bereiche. Sie lässt sich für sich allein einsetzen und schließt zugleich an ein vorangegangenes Mapping an, dessen Ergebnisse sie überprüfbar macht.
Am Ende verfügen Sie über wenige, klar formulierte Wirkungsziele, die zeigen, was sich für wen verändern soll. Zu jedem Ziel gehören Kennzahlen und feste Zeitpunkte, an denen geprüft wird, ob sich die Bedingungen verbessert haben. Sichtbar wird, wie die Ziele zusammenhängen und in welcher Reihenfolge sie sich sinnvoll bearbeiten lassen. Damit können Sie die eigene Arbeit belastbar steuern und ihre Wirkung nachvollziehbar darstellen, gegenüber Gremien, Zuwendungsgebern oder der eigenen Leitung.