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DAS INSTITUT

Anwendungsfelder

Traumapädagogik

Ein Kind, das eben noch ruhig war, kippt in Sekunden in Wut oder zieht sich ganz zurück. Für Fachkräfte wirkt das unberechenbar. Doch die Eskalation kommt nicht aus dem Nichts: Sie hat einen Vorlauf aus kleinen Signalen, die im Alltag leicht übersehen werden, und einen Punkt, an dem sie noch aufzuhalten gewesen wäre. Traumapädagogik versteht solches Verhalten als nachvollziehbare Reaktion auf belastende Erfahrungen. Für Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist das eine hohe fachliche Anforderung, häufig bei gleichzeitig hoher Belastung der Teams.

An den Kipppunkten arbeiten

Wir begleiten Einrichtungen und Teams dabei, traumapädagogisch fundiert zu arbeiten. Ausgangspunkt ist auch hier eine genaue Erhebung: Wir sehen uns an, in welchen Situationen es im Alltag zu Eskalationen kommt und an welchen Stellen sie sich anbahnen. Mit videogestützter Interaktionsanalyse machen wir sichtbar, was im Affekt nicht wahrnehmbar ist, und arbeiten mit den Fachkräften an den Kipppunkten, an denen ein anderer Verlauf noch möglich wäre. Wir unterstützen dabei, verlässliche Rahmenbedingungen und einen sicheren Ort zu gestalten, an dem Kinder Selbstwirksamkeit neu erfahren können. Fortschritte halten wir in überprüfbaren Zielen fest, sodass sich Entwicklung nachvollziehen lässt und die Arbeit an Hilfeplanung und Qualitätsentwicklung anschließt.

Typische Aufträge

Typische Aufträge reichen von der Qualifizierung und fachlichen Begleitung von Teams über die Beratung bei wiederkehrenden Eskalationen in einer Einrichtung bis zur Entwicklung eines traumapädagogischen Konzepts für einen Träger. Häufig verbinden wir diese Arbeit mit Supervision und mit der Methodik ELF, wenn auch die Eltern einbezogen werden sollen.

Aus unserer Arbeit

Aus diesem Feld entsteht die Institutspublikation Traumasensible Übergaben (in Vorbereitung).